Interview mit Elmar A. Schulte

6. November 2009

In den 80er Jahren konnte RTL plus mit der amerikanischen Serie „Knight Rider“ rund um den Agenten Michael Knight (David Hasselhoff) und das Auto K.I.T.T. viele Zuschauer begeistern. Zur Zeit laufen beim gleichen Sender wieder die Folgen der neuen Staffel, während sich die Folgen aus den 80ern weiterhin bei vielen Fans einer großen Beliebtheit erfreuen. Einer der größten Fans der Serie ist Elmar Schulte, der hierzu ein Buch mit unzähligen Fakten verfasst hat. In einem Interview-Fragebogen hat uns Elmar Schulte einige Fragen zu seinem großen Interesse an „Knight Rider“ und zur Arbeit an seinem Buch beantwortet. Das Knight Rider Buch von Elmar A. Schulte (ISBN-Nummer 978-3-8370-2220-9) ist bei Books on Demand erschienen und umfasst 344 Seiten. Weitere Informationen unter www.das-knight-rider-buch.com.

 

Wann haben Sie zum ersten Mal „Knight Rider“ gesehen?

Zur Zeit der Erstausstrahlung in Deutschland. Das war im Jahr 1985. Durch Klassenkameraden bin ich auf die Serie aufmerksam gemacht worden.

War „Knight Rider“ damals das wichtigste Thema auf dem Schulhof und galt man als Außenseiter, wenn man RTL plus nicht empfangen konnte?

Ja, das kann man so sagen. Ich war als Kind immer viel draußen und saß wenig vor dem Fernseher. Doch als meine Klassenkammeraden häufig über „Knight Rider“ sprachen, wurde ich neugierig und musste auch mal reinschauen. Ich schaltete aber nicht nur aus Gruppenzwang ein. Mir gefiel die Serie. „Knight Rider“ zog mich sofort in den Bann.

Hatten Sie damals auch die Hörspielkassetten zur Serie?

Nein, die Hörspielkassetten hatte ich nicht. Wir hatten recht früh einen Videorecoder, so dass ich mir die Folgen aufzeichnete und mich die Hörspielkassetten daher nicht so interessierten.

Was ist das besonders Faszinierende an „Knight Rider“ und was unterscheidet diese Serie von anderen (amerikanischen) Serien aus dieser Zeit?

Schwer zu sagen. Die Serie hat mich einfach fasziniert. „McGyver“ oder „Airwolf“ – Produktionen aus der gleichen Zeit – habe ich auch gerne gesehen, aber nicht so gerne wie „Knight Rider“. Ich denke, den Machern von Knight Rider ist es einfach gelungen eine Serie zu produzieren, die mich voll und ganz angesprochen hat. Was mich genau daran fasziniert, das kann ich leider nicht sagen.

Muss man als überzeugter „Knight Rider“-Fan heutzutage eigentlich damit rechnen, dass diese Leidenschaft belächelt wird?

Ja, ich werde häufig für die Leidenschaft belächelt. Ich mache mir daraus aber nicht sonderlich viel. Ich stehe zu meiner Leidenschaft. Und wenn ich etwas nachbohre muss ich auch immer wieder feststellen, dass auch meist solche Leute die Serie früher geschaut haben.

Wie und wann sind Sie auf die Idee gekommen, das Knight-Rider-Buch zu schreiben und wen möchten Sie damit ansprechen?

Schon lange wollte ich ein Buch schreiben. Ich hatte schon einige Ideen gesammelt, aber so richtig zündete noch keine. Als im Herbst 2007 erste Gerüchte über eine Neuauflage der Serie aufkamen war ich sofort Feuer und Flamme. Ich begann spontan, eine Webseite (www.knight-online.info) aufzubauen, auf welcher ich über die neue, aber auch über die alte Serie berichten wollte. Währenddessen kam mir dann die Idee: Warum schreibst Du eigentlich nicht ein Buch über „Knight Rider“?

In dem Buch wollte ich alles zum Thema „Knight Rider“ zusammenfassen. Es richtet sich daher zunächst an „Knight Rider“-Fans, aber auch Interessierte von Film und Fernsehen sowie Sammler werden damit sicherlich Ihre Freude haben.

Wie lange haben Sie für die Recherchen benötigt, um die zahlreichen Details zur Serie zusammen zu stellen? Sind Sie dabei auf besondere Schwierigkeiten gestoßen?

Insgesamt hat es gut ein Jahr lang gedauert, die Inhalte zu recherchieren und zusammenzutragen. Bis zur Veröffentlichung hielt dieser Prozess an. Denn vor allem durch die Neuauflage kamen immer wieder neue Informationen – sowohl zur alten wie auch zur neuen Serie – zu Tage, die ich unbedingt noch einarbeiten wollte.

Um das Buch überhaupt veröffentlichen zu dürfen, musste ich vom Rechteinhaber eine Lizenz erwerben. Ich glaube dies war der komplizierteste Teil am ganzen Buch.

Wie sind die bisherigen Reaktionen zu diesem Buch ausgefallen? Hat sich das Fernsehen bereits bei Ihnen gemeldet?

Es gab einige Interviewanfragen von Radio und Zeitung, aber nicht vom Fernsehen. Rezensionen zum Inhalt des Buches habe ich bisher nur positive gelesen.

Sind Lesungen geplant oder finden diese sogar schon statt?

Lesungen fanden bisher keine statt. Geplant habe ich bisher auch keine. Ich bin kein großer Freund von Lesungen und verspreche mir für dieses Buch auch nicht sehr viel. Denkbar wäre aber durchaus eine Lesung auf einem „Knight Rider“-Event.

Haben Sie Kontakt zu anderen „Knight Rider“-Fans und gibt es richtige Fan-Netzwerke?

Ja, es gibt einige Netzwerke. Die englischsprachige Seite http://www.knightrideronline.com ist wohl die erste Adresse, wenn es um das Thema „Knight Rider“ geht. In Deutschland gibt es auch das „Knight Rider Board“ (www.knight-rider-board.de), wo man sich mit Fans der Serie austauschen kann.

Sind Ihnen ähnlich aufgebaute Fan-Bücher zu anderen Serien bekannt und waren diese möglicherweise sogar ein Vorbild für Ihr Buch?

Natürlich habe ich mich interessehalber informiert, ob und wenn ja zu welcher Serie es vergleichbare Bücher gibt. Ein richtig vergleichbares Werk konnte ich aber nicht finden. Daher baute ich das Werk so auf, wie ich es für richtig hielt.

Wenn es ein Auto wie K.I.T.T. wirklich geben sollte, würden Sie solch ein Auto selber fahren wollen?

Klar, würde ich gerne ein solches Auto fahren. Auf Turbo Boost und Ski Mode könnte ich aber glaub ich verzichten – aber ein Fahrzeug, das selbst fährt, das könnte mir gefallen.

Wie ist Ihre bisherige Meinung zur neuen Staffel von „Knight Rider“?

Die neue Serie ist natürlich etwas ganz anderes als das Original. Ich finde die Folgen dennoch sehr unterhaltsam und mir wird es dabei nicht langweilig. Eine solche Leidenschaft wie beim Original wird bei mir aber wohl leider nicht aufflammen. Dazu fehlt einfach etwas das Herz in den Geschichten.